Der Gimpel

Der Gimpel

Scheuer Sänger im Unterholz

Den Gimpel als Gartengast aufzuführen ist zwar korrekt, aber er ist eher selten und dann in der Kulisse anzutreffen. Meist hält er sich im Hintergrund, sitzt für ein paar Sekunden auf einem Zweig in der Sonne, gern am späteren Nachmittag und ist dann auch schon wieder verschwunden. Seite rote Unterseite fällt in den winterkargen Bäumen auf, der Beiname „Dompfaff“ erinnert an die rotgekleideten geistlichen Domherren. Der Gimpel gilt als „Simpel“, weil er sich leicht vom Ruf eines gefangenen Artgenossen locken ließ. Dies und seine Könnerschaft, in Gefangenschaft Melodien zu erlernen, haben im 19. Jahrhundert die Zucht und Handel mit Gimpel zu einem blühenden Geschäftszweig gemacht. Der Gimpel gilt nicht als gefährdet oder selten. Seine Eigenschaft, sich vor allem in dichten Sträuchern zu verstecken, machen ihn zu einem selten gesehenen Vogel.


Listenwissen
InteressantOtfried Preußler erzählt in seinem Kinderbuch, dass der Zauberer Zwackelmann den Räuber Hotzenplotz in einen Gimpel verwandelt.
Die liebe FamilieFinken (Fringillidae)
Bekannt alsPyrrhula pyrrhula
AuftretenGanzjährig, im Garten vor allem im Winter, sonst fast keine Sichtung
Listenwissen zum Gimpel

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