Huflattich

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Die gelben Blüten des Huflattich
Die gelben Blüten des Huflattich, eine davon nur halbgeöffnet

Ich gehöre zu denen, die sich über die ersten Blumen richtig freuen können. Auch wenn alles biologisch und wissenschaftlich geklärt ist, so ist es für mich immer noch ein kleines Wunder, wenn nach rund fünf blumenlosen Monaten die ersten Blüten zu sehen sind. Der Huflattich mit seinem satten Gelb und den feinen Strahlen seiner Blütenblätter gehört zu den ersten. Hier oben auf der Ostalb, auf 675 Metern Höhe, dauert alles natürlich etwas länger. Aber jetzt, Mitte März ist es auch hier soweit. Die ersten Leberblümchen sind schon eine Woche draußen, zusammen mit dem Huflattich.

Um Blumen zu fotografieren, muss der Fotograf in die Hocke, der Fotoapparat sollte möglichst bodennah gehalten werden. Da ist ein Display, das man umklappen kann (so dass es nach oben zeigt) schon sehr hilfreich. Früher hat man gern einen Winkelsucher aufgesetzt, der es dem Fotografen erspart hat, flach auf dem Boden zu liegen.

Erstaunlich

Laut Wikipedia sei der Huflattich die einzige Pflanze, die auf reiner Braunkohle gedeihen könne. Unter der Erde bildet sie bis zu zwei Meter lange Wurzelstöcke, aus denen die Blüten wachsen. Der lateinische Name ist Tussilago farfara (klingt herrlich, oder) deutet auf seine hustenlindernde Wirkung hin (tussis bedeutet Husten). Nach der Blüte entwickeln sich die Laubblätter und erreichen erstaunliche 5 bis 12 cm im Durchmesser. Das sieht man den gelben bodennahen Winzlingen nicht an. Der Huflattich gehört zu den wichtigen Nahrungsgebern für Schmetterlinge, allein schon wegen seiner frühen Blühzeit.

Steckbrief

Der Huflattich

Lateinischer Name
Tussilago farfara

Familie
Korbblütler (Asteraceae)

Merkmale
Höhe bis 30 cm, gelbe Blüten

Blühzeit
März (später Februar bis April)

Gut zu wissen
Heilpflanze des Jahres 1994

Die gelben Blüten des Huflattich, eine davon nur halbgeöffnet