Natur am Rodstein

Früh, taunass und frisch – gute Voraussetzungen für das Fotografieren von Insekten rund um den Rodstein.

Geschlossene Blüte einer Wegwarte
Geschlossene Blüte einer Wegwarte
Panorama vom Rodstein
Das Panorama vom Rodstein. Rechts hinten liegt Unterkochen, der oberhalb gelegene Stadtteil heißt Heide

Der Rodstein und der Volkmarsberg sind die beiden optischen „Höhepunkte“ in Oberkochen. Der Rodstein, auch immer wieder „Rotstein“ geschrieben, schiebt sich von Osten in die Stadt hinein und bietet einen tollen Blick über Oberkochen hinaus Richtung Aalen, auf den Stadtteil Heide und den Albuch. An seinem Fuß wird ein weiteres Gewerbegebiet ausgewiesen, gut für die Arbeitsplätze, schlecht für die Natur. Davon gibt es reichlich, wie wir auf unserer Wanderung vom Wanderparkplatz „Langes Teich“ in Oberkochen erst nach Norden über den Pfaffenstein und dann über einen Teil des Main-Donau-Bodenseewegs zum Rodstein zurück erlebten.

Von Russischen Bären und Widderchen

Der frühe Start, die kühle Witterung und die Taufeuchte führte dazu, dass die Insekten zuerst auf Blüten oder Blättern dösten. Sie hatten noch nicht ihre ideale Betriebstemperatur. Wieso es mir dann nicht gelang, den seltenen Russischen Bären scharf auf das Bild zu bekommen? Der Falter war überaus anhänglich, flog auf meinen Arm und dort konnte ich schlecht fotografieren. Der Falter steht regional auf der Roten Liste, der NABU meint, dass er nicht wirklich gefährdet sei. Die Blauschiller-Wanzenfliege (Ist das ein Name?!!) erkannten Experten bei Naturgucker.de. Sie gehört zu den Raupenfliegen, da sie aber ihre Eier in lebende Baumwanzen legt, wird sie Wanzenfliege genannt. Blauschiller ist eigentlich nur bei den Männchen angebracht, deren Flügel einen wunderbaren blauen Farbton aufweisen. Die beiden Widderchen haben sehr schön ausgeharrt, bis ich auf den Knopf gedrückt hatte. Endlich zufrieden bin ich aber auch mit dem Foto der Wegwarte, deren Blau so magisch wirkt – die halbgeöffnete Blüte zeigt viel von der Schönheit dieses Farbtons.

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