Budapest im Sommer

Eine Reise in die ungarische Hauptstadt

Wir lesen im Baedeker, daß wir in Budapest bei der Ankunft »Hordar« rufen müssen. Das heißt Gepäckträger. Wir sagen dem Mann den Namen des im Baedeker gefundenen Hotels, kennen die Taxe, die er zu beanspruchen hat, und nichts kann den Mann hindern, uns für echte Magyaren zu halten
Oscar Adolf Hermann Schmitz: Brevier für Weltleute, 1911

So war das vor über 100 Jahren. Heute schickt das Hotel ein Sammeltaxi zum Flughafen, Du lernst die gesamte Hotelumgebung der Stadt kennen, wenn einer der Fahrgäste nach dem anderen entlassen wird. Und man erlebt die Peripherie der ungarischen Hauptstadt gesäumt von deutschen Einkaufstempeln und Drogeriemärkten.

Heiß, schwül und immer ein Gewitter am Horizont - Budapest präsentierte sich hochsommerlich. Der Budapester Salat, serviert von einer deutschen Studentin, die Brücken, immer voller Menschen, die herrschaftlichen und die nahezu verfallenen Gebäude sind Eindrücke einer Stadt, die vom Glanz des vergangenen Jahrhunderts lebt. Aber sie lebt. Unvergessen: Die Wasserorgeln auf einer Donau-Insel.