Specht

Grünspecht auf einer Wiese
Grünspecht auf einer Wiese

Seit einiger Zeit erscheint gegen 18 Uhr der Grünspecht auf unserem Rasen. Die meiste Zeit ist er damit beschäftigt, den Luftraum zu sichern. Ob dieses Verhalten die Vorlage für das Wort „spechten“ gab, das wohl so viel wie „beobachten, schauen, spionieren“ bedeutet (Duden)? Die Österreicher sagen „spechteln“ dazu.

Vogel mit langem, geradem, kräftigem Schnabel, mit dem er, am Baumstamm kletternd, Insekten und deren Larven aus der Rinde herausholt

Duden

Ist oben alles in Ordnung, widmet er sich mit Hingabe den Ameisen, die hier zahlreiche Nester gebaut haben. Man könnte fast von Klein-Dellenhäule reden. Eine gute halbe Stunde verbreitet er unter den Insekten Entsetzen, dann schwirrt er wieder ab.

Der Grünspecht sucht seine Nahrung also vornehmlich auf der Erde, nicht am Baumstamm kletternd, wie der Duden über Spechte allgemein schreibt. Er ist, so liest man beim NABU, ein „absoluter Ameisenspezialist“, seine Waffe die bis zu zehn Zentimeter lange Zunge. Klebrig ist sie auch noch. Da möchte man keine Ameise sein.

Seinen Verwandten, den Buntspecht, haben wir im Sommer nicht gesehen. Wir sind gespannt, ob er im Winter wieder genüßlich am Meisenknödel abhängt…

Veröffentlicht am
Kategorisiert in Natur Verschlagwortet mit

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.