Pflanze Weiter weg

Weihrauch

Händler verbrennt Weihrauch in Muskat

„Beweihräuchern“ oder gar „Selbstbeweihräucherung“ sind unangenehme Vokabeln, siehe Kasten. Der Duft des Weihrauchs aber ist wunderbar. Obwohl viele, mit der Hand wedelnd und dabei die Nase rümpfend, von betrüblichen Erfahrungen in feierlichen Messen berichten. Die Kirche spricht vom „Inzens“ oder „inzensieren“, wenn es um den Einsatz von Weihrauch in der Messe geht.Mir hat der Duft immer gefallen. Gesund sei er auch, berichtete zum Beispiel die FAZ, weil entzündungshemmend, was freilich in der Antike schon bekannt war.

(sich) einschmeicheln (Hauptform) · aufgesetzt positiv reagieren · (sich) beliebt zu machen versuchen (bei) · beweihräuchern · lobhudeln · übertrieben loben · bauchpinseln (geh.) · Honig ums Maul schmieren (ugs.) · (sich) einschleimen (derb) · herumschleimen (derb)

Auszug aus OpenThesaurus.de
Weihrauch-Baum im Oman
Ein Weihrauchbaum in Dhofar, Oman

Boswellia sacra im Wadi Dowkah (Dhofar) im Süden des Oman. Das Gebiet war früher ein „Arm“ der Weihrauchstraße. Der hier gewonnene hochwertige Rohstoff wurde nach Westen in Richtung Jemen gebracht und von dort nach Norden verfrachtet, auf Dromedaren. Zur Blüte Roms soll die Stadt mit rund 1.500 Tonnen, der Hälfte der Jahresproduktion konsumiert haben. Weihrauch war in allen Religionen und Kulten ein wichtiger und teuer bezahlter Stoff.

Im Oman ist der Weihrauch eine Touristenattraktion. Kein Markt (oder Suk), auf dem nicht die feinen goldgelben Körnchen angeboten werden. Gesamtwirtschaftlich spielt der Verkauf von Weihrauch aber wohl keine große Rolle, der weit größere Exporteur von Weihrauch ist Somalia.

Weihrauch
Weihrauch in einem Geschäft in Salalah, Oman.